bremer kriminal theater
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Das SPANNENDSTE Theater Bremens...

 

Fördern, was es schwer hat...

Seit gut acht Jahren unterbreitet das bremer kriminal theater nun ein kontinuierliches Theaterangebot auf höchstem Niveau. Bis in dieses Jahr hinein haben wir nicht einen Euro aus öffentlichen Fördermitteln bekommen. Über viele Monate der Vorbereitungs- und Anfangszeit haben wir in der Leitung ganz darauf verzichtet, uns Gagen oder Gehälter auszuzahlen. Und seither ist es auch nicht toll. Mit normalen Gagen verglichen könnte man sagen, dass wir zwei Drittel unserer Theaterarbeit ehrenamtlich leisten. Ganz im Gegenteil: wir haben noch eine ganze Menge Geld in die Hand nehmen müssen, um die Spielstätte in der Friesenstraße umzubauen und den Spielbetrieb in Fahrt zu bringen.

Viele, eigentlich alle Mitarbeiter des bremer kriminal theaters haben enorm dabei geholfen, das Projekt auf die Schiene zu setzen und über Wasser zu halten. Weil sie gut fanden, was wir da initiierten, die künstlerische Arbeit und die Atmosphäre am Haus schätzten, haben sie hier unter manchmal schwierigen und auch für sie finanziell nicht besonders ergiebigen Bedingungen gearbeitet.

Das alles lässt sich so allerdings nicht endlos in die Zukunft fortsetzen. Die Selbstausbeutung mag angehen, solange es gilt, Menschen von den künstlerischen Potentialen einer Konstellation zu überzeugen, solange es braucht, ihnen klarzumachen, dass da etwas entsteht, was in einem ganz umfassenden Sinne spannend ist. 

Die Bremer Kulturpolitik hat es sich in den letzten Jahren einfach gemacht. Mit ihrer Maxime, die da lautet: Privattheater werden nicht gefördert, zog sie sich mehr und mehr aus ihrer Verantwortung für einen Gutteil der kulturellen Landschaft zurück und ließ mit dieser von jedem inhaltlichen Gedanken befreiten Formel die Frage, ob sich etwas als sinnvoll für die Bremer Theaterlandschaft erweist, unberührt. 

Die Zeiten, in denen man uns dort als reines Unterhaltungstheater kategorisierte und dabei verkannte, dass hier im absoluten Niemandsland der Bremer Theaterlandschaft ein wahres Kleinod entstanden ist, das Unterhaltung, Professionalität und Anspruch auf einzigartige Weise miteinander verbindet, scheinen allerdings einem Ende entgegen zu gehen. Mittlerweile beginnt sich ein Bewusstsein durchzusetzen, dass hier ein solitärer Beitrag dazu geleistet wird, die weit klaffende ästhetische Lücke zwischen den subventionierten und den privaten Bremer Theatern zu schließen.

Wir gingen von allem Anfang an davon aus, dass die funktionierende Theaterlandschaft einer Stadt ein diversifiziertes Angebot für verschiedene Publikumsschichten bereithalten muss. Inklusive der Chance für jeden einzelnen Zuschauer, für ihn gangbare Alternativen zu finden, sollte er mit dem Programm des einen oder anderen Theaters nicht mehr zufrieden sein.

In Bremen hat, seit man den Sektor des Unterhaltungstheaters dem freien Markt überließ, eine derartige Polarisierung zwischen den Bühnen stattgefunden, dass im Prinzip keine Vermittlung mehr möglich ist. Dafür stehen sich die subventionierten und die privaten Theater mit einem zu großen, einem schier unüberbrückbaren ästhetischen Abstand gegenüber. Aus einem ehemaligen Abonnenten des Bremer Theaters wird nun einmal kein leidenschaftlicher z.B. Theaterschiff-Gänger werden; und umgekehrt aus z.B. einem Fritz-Besucher kaum ein neuer Abonnent des Bremer Theaters. 

Es braucht diese vermittelnden Institutionen, die nach beiden Seiten hin auffangen, was wegzubrechen droht! Sonst weichen  die Zuschauer entweder in andere Städte aus oder kehren dem Medium Theater ganz den Rücken. Beides in nicht geringer Zahl in Bremen feststellbar - und beides wahrlich kein Symptom einer funktionierenden städtischen Theaterlandschaft.

Unterhaltung ist ein weiter Begriff. Wir scheuen uns prinzipiell nicht, ihn für uns zu reklamieren. Denn wir wissen, wir befinden uns dabei in bester Gesellschaft; selbst Brecht wollte sein Theater stets als Unterhaltungstheater verstanden wissen. Aber wer den Begriff der Unterhaltung allein dem freien Markt überlässt, wird am Ende eine entsprechende Unterhaltungslandschaft zu verantworten haben. Auch hier zeitigt der Neoliberalismus verheerende Ergebnisse!

Wir wissen, wir haben mittlerweile viele unter unseren Zuschauern, die das ganz genauso sehen - und die bereit sind, für das Theater ihrer Wahl zu kämpfen. Das wurde spätestens in dem Moment deutlich, als uns die Kündigung der Spielstätte in der Friesenstraße in eine existenzbedrohende Lage brachte. Vor diesem Hintergrund haben wir begonnen, die damals unmittelbar spürbare Hilfsbereitschaft unserer Zuschauer zu einer wirklichen Lobby zu bündeln, und den Förderverein "Freunde der italienischen Oper" ins Leben gerufen. Und gemeinsam mit den Zuwendungen der Stiftungen konnten wir den Umzug tatsächlich halbwegs bewältigen.

Aber mit dem vollzogenen Umzug ist das Thema leider - und naturgemäß, möchte man sagen - noch nicht zu Ende. Sicher: das spannendste Theater Bremens ist jetzt auch noch im schönsten Theatersaal der Stadt ansässig. Aber finanziell bleibt diese Kündigung und ihre Konsequenzen eine Katastrophe! Noch arg gebeutelt und gerupft davon sind wir hier vor Ort mit doch erheblich höheren Betriebskosten konfrontiert. Die Einbrüche bei der Zuschauerzahl, die wir in unseren ersten Monaten in der Theodorstraße haben in Kauf nehmen müssen, haben die Ressourcen endgültig abschmelzen lassen. Das Defizit des Jahres 2017 war beträchtlich.

Die Lage bleibt also ernst. Von Entwarnung kann weniger denn je die Rede sein. Und wir müssen unter dieser Bleidecke der existenzbedrohenden Umstände endlich einmal herauskommen, um uns weiterhin vernünftig unserer eigentlichen Arbeit widmen zu können.

Immerhin: Der Dialog mit der Kulturpolitik hat mittlerweile zu ersten Ergebnissen geführt: Der Senator für Kultur hat das Haus im Jahr 2018 erstmals mit einem Mietkostenzuschuss unterstützt, der ungefähr die Hälfte des Defizits deckte. Und für das Jahr 2020 ist uns die Aufnahme in die institutionelle Förderung in Aussicht gestellt worden.

Keine Frage, das alles ist ausgesprochen hilfreich, aber diese vielleicht rettenden Ufer wollen erst einmal erreicht werden. Denn nach wie vor klafft bei der Finanzierung des Hauses eine Lücke. Und das ist ja noch lange nicht das Ende der Fahnenstange; denn bei der Kunst im eigentlichen Sinne ist damit noch kein einziger Euro angekommen. Und auch das bereitet uns zunehmend Sorgen: die finanziellen Bedingungen, unter denen hier gearbeitet wird, haben sich seit unseren Anfängen kaum geändert. Und auf was man sich anfangs mal als eine Art "Aufbauhilfe" einließ, hat nach mittlerweile 8 Jahren an Überzeugungskraft deutlich eingebüßt. So muss unser Augenmerk genauso dringend darauf gerichtet sein, dass sowohl die künstlerische Arbeit als auch die Arbeit hinter den Kulissen für alle hier attraktiv bleibt. Auf Dauer ist es kein haltbarer Zustand, dass man es sich eher leisten können muss, an unserem Haus zu arbeiten.

Zur Behebung wenigstens der gröbsten dieser Missstände haben wir die Aktion 500 ins Leben gerufen. Sie hat ganz schlicht zum Ziel, die Zahl der Fördervereinsmitglieder von derzeit 92 auf 500 zu erweitern - das würde es erlauben, allein aus den Mitgliedsbeiträgen die gestiegenen Betriebskosten zu decken.

Und jeder Euro, der darüber hinaus dem Haus zuflösse, käme direkt der Kunst zugute!

Und nicht zuletzt: Gibt es ein besseres Argument in den Gesprächen mit der Kulturpolitik, als wenn durch den erfolgreichen Abschluss dieser Aktion dokumentiert werden könnte, wieviele Menschen hinter diesem ihrem Theater stehen?


Deshalb: Werden auch Sie Mitglied bei den "Freunden der italienischen Oper". Mit einem Jahresbeitrag von 60.- € (den Sie natürlich nach Belieben erhöhen können und der in jedem Fall steuerlich absetzbar ist) können Sie vieles zugleich erreichen: Sie rücken dem Theater, seinen Machern und ihren Plänen ganz nah; Sie erfahren alles, was das Theater betrifft, aus erster Hand; Sie können mit uns diskutieren, wie eine Hilfe für das Theater ganz konkret aussehen könnte.  All das kann, nichts muss - Sie können uns natürlich auch schlicht als "stiller Teilhaber" des Fördervereins in unserem Konzept eines anspruchsvollen Unterhaltungstheaters unterstützen. In jedem Fall helfen Sie uns, weiterhin unsere und hoffentlich auch Ihre Vorstellung von einem lebendigen, intelligenten zeitgemäßen Theater, einer spannenden und zeitgemäßen Form der Unterhaltung umzusetzen.



Förderverein - Mitgliedserklärung
Hier können Sie den Antrag auf Mitgliedschaft downloaden. Bitte ausdrucken und uns aus- gefüllt und unterschrieben postalisch oder per Mail zukommen lassen.
Förderverein.pdf (197.18KB)
Förderverein - Mitgliedserklärung
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Förderverein.pdf (197.18KB)


Stärken Sie uns den Rücken!

Werden Sie Mitglied!




Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Karin-und-Uwe-Hollweg-Stiftung!


Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Waldemar-Koch-Stiftung.


Wir bedanken uns ganz herzlich beim Beirat Walle.


Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Stiftung der Sparkasse Bremen.


Wir bedanken uns ganz herzlich bei den bisherigen  92 Mitgliedern des Fördervereins*


Andreas Behrends,

Peter Benner,

Jochen Biet,

Martina Bley,

Matthias Braband,

Dr. Götz Brandt,

Kirsten Brauer,

Norbert Brauer,

Manfred Brückner,

Christian Bruhn,

Eveline & Dieter Bruns,

Marco Bullwinkel,

Silke Burmeister,

Karin Busch,

Eva Dahm,

Helmut Denker,

Karen Dethleffsen,

Valentino Di Candido,

Jürgen Dömel,

Florian Donderer,

Joachim Drews,

Ulrike Erb,

Torben Gille,

Kerstin Grau,

Jessica Gutzat,

Karsten Hein,

Doris Hentschel,

Margaret Hermes,

Kirsten Hildebrecht,

Guido Kammler,

Lena Kantereit,

Adelarisa Kedenburg,

Erik Kistner,

Karin Kledzik,

Georg Knapp,

Barbara Kurzawski,

Christel Löser,

Jürgen Maly,

Sabine Meinke,

René Mittelstädt,

Hans-Heiner Noack,

Sabine Noack,

Bianca Oostendorp,

Maren Reckler,

Marion Remlinger,

Michael Rettig,

Elina Rudolph,

Klaus Rudweleit,

Rainer Rudweleit,

Christian Russ,

Inga Russ,

Ursula Sadowski,

Angelika Schierer,

Michael Schierer,

Erwin Schilmann,

Ute Schilmann,

Thomas Schleppegrell,

Helfried Schmitz,

Silke Schütte,

Dr. Kai Seyffarth,

Elke Skorzik,

Jochen Sodenkamp,

Klaus Henner Spierling,

Wolfgang Stange,

Simone Stegmann,

Dr. Jörg Steinbach,

Friedhelm Stock,

Anke Thiessen,

Karin Thiessen,

Philipp Thiessen,

Ulf Timke,

Elke Tobis,

Karin Uthoff,

Rommy Villwock,

Gerald Wagner,

Joerg Helge Wagner,

Andy Wallace,

Marion Werner,

Gerti Wolf,

Peter Zimmermann,

Ute Zimmermann


* auch bei denen natürlich, die auf die Veröffentlichung Ihres Namens verzichten wollten